Magnetinnovation
> Magnetische Fehlerkompensation Für höchste Genauigkeit
Die Flexibilität der patentierten Fertigungstechnologie von Bogen, die allgemeinen Vorteile von magnetischen Maßstäben wie Robustheit bei schwierigen Prozessbedingungen und die großen Abstandstoleranzen sind neben den erheblichen Kostenvorteilen ausschlaggebend für den Erfolg der Bogenprodukte.
Dennoch dominieren bei hochgenauen Anwendungen für große Hohlwellen bisher optische und induktive Verfahren, obwohl oft aufwendige mechanische Lagerungen notwendig und Montagetoleranzen oft sehr eingeschränkt sind.
Auf der anderen Seite werden bei vielen industriellen Standardapplikationen zur Erfassung von Drehzahl, Position und Winkel bereits in großer Zahl magnetische Geberräder eingesetzt.
Diese Geberräder werden aus Kostengründen zumeist mit Verfahren magnetisiert, die mit fester Pollänge arbeiten. Die Nachteile dieser Verfahren sind beträchtlich. Exzentrizitätsfehler und sichtbare magnetischen Stoßstellen schränken die Genauigkeit dieser Verfahren auf ±1° erheblich ein.
Neue anspruchsvolle Kundenanwendung machen es in zunehmendem Masse jedoch nötig, genauer und mit höherer Auflösung zu messen.
Um für diese Anwendungsfelder innovative Lösungen zu bieten, wurde von den Bogen Ingenieuren ein Verfahren zur automatisierten Fehlerkompensation entwickelt.
Dabei baut die neue Entwicklung die bisherigen Vorteile des dynamischen Bogen Magnetisierprinzips mit realer Winkelteilung konsequent weiter aus.
Prinzipbedingt spielen beim Bogenverfahren schon bisher Stoßstellen und Exzentrizitäten keine Rolle, da die tatsächlichen Polbreiten durch ein hochauflösendes Winkelmeßsystem dem Durchmesser des Geberrades flexibel angepasst werden. Der Clou der neuen Technologie besteht darüber hinaus darin, dass ringindividuell Fehler des Magnetmaterials wie Inhomogenität oder Schichtdickenschwankung weitgehend kompensiert werden können.
Das neue Verfahren ist so simpel wie genial. Bei Abweichungen vom Sollwert wird die Polposition so lange verändert, bis das individuelle Optimum des Geberrads erreicht ist.
Egal ob mechanisch einfache Magnetringe für eine kostengünstige Lösung zum Einsatz kommen sollen oder ob mechanisch präzise Geberräder für hochgenaue Anwendungen erforderlich sind, das neue Verfahren zur Fehlerkompensation erhöht die Teilungsgenauigkeit um Faktor 5-10.
Dadurch werden völlig neue Anwendungsfelder für magnetische Meßsysteme möglich.
> Neue Magnetisiereinrichtung für große Durchmesser
Um das neue Verfahren zur Fehlerkompensation auch für Anwendungen mit großen Durchmessern optimal einzusetzen, wurden die bestehenden Fertigungseinrichtungen um eine hochmoderne Magnetisieranlage erweitert, die für Ringdurchmesser bis 1.200 mm ausgelegt ist und auf der Teilungsgenauigkeiten von unter 10" realisiert werden.
